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Umweltkommission im Bistum Trier lädt ein zu bewusstem Heizen

Klimafastenaktion 2022

Umweltschutzwanderung mit LandwirtInnen und Interessierten

Unser hohes Gut - der Boden - die Erde

Die Fachkonferenz Umweltschutz des Kirchengemeindeverbandes Maifeld-Untermosel hatte eingeladen und am Sonntag, den 20. Januar, trafen sich etwa 20 Mitglieder und Interessiert an der Neumühle bei Gappenach zu einer  gemeinsamen Wanderung auf dem Paradiesweg. Aus dem ganzen Bereich des Pastoralen Raumes, der den Hunsrück, die Untermosel und das Maifeld umfasst, hatten sich Interessierte eingefunden, um über Klima- und Bodenschutz, die Situation der Bauern auf dem Maifeld und ihre Zukunft, über den Einsatz von Dünger und Pestiziden zu sprechen und sich vor allem gegenseitig kennen zu lernen.  

Bestärkt waren alle durch die Enzyklika Laudato Si von Papst Franziskus: “Ich lade dringlich zu einem neuen Dialog ein, über die Art und Weise, wie wir die Zukunft unseres Planeten gestalten. Wir brauchen ein Gespräch, das uns alle zusammenführt, denn die Herausforderung der Umweltsituation, die wir erleben, und ihre menschlichen Wurzeln interessieren und betreffen uns alle.” 

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde machte sich die Gruppe auf den Weg. Man kam ins Gespräch: Landwirte informierten über ihre Arbeit, über Fruchtfolgen, Wetter und Bodenbedingungen, die globalen Marktbedingungen und die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Teilnehmerinnen fragten nach Möglichkeiten mehr Bäumen und Hecken zu pflanzen, nach insektenfreundlichen Bewirtschaftungsmethoden, regionaler Vermarktung, nach dem Unterschied von ökologischen und konventioneller Anbaumethoden. Die Landwirte fühlen sich oft an den Pranger gestellt und wünschen sich von Gesellschaft und Politik mehr Gehör und Mitbestimmung, wenn es um Ihre Existenz geht! 

Gemeindereferent Rudolf Demerath formuliert das Anliegen der Fachkonferenz so “Uns treibt das Thema Biodiversität und Klimaschutz um: Wie kann man gemeinsam  diesem Anliegen Rechnung tragen? Auch die Landwirtschaft spürt den Klimawandel. Wie kann die Gesellschaft, die Kirche als Landbesitzer und als Gemeinschaft dieses Anliegen mehr unterstützen und fördern! Welche Rahmenbedingungen müssen sich ändern, um Landwirten ein gutes Auskommen zu gewährleisten”. 

Landwirt Franz Gilles ergänzt. “Wenn die Menschen in unseren Kirchen für die Ernte danken, kann/sollte deutlich werden, dass jeden Tag auf dem Maifeld, an der Untermosel und auf dem Hunsrück andere Menschen für unsere Lebensmittel und für die Erhaltung und Pflege unserer schönen Heimat sorgen. Jede und jeder kann sich fragen, was sind mir die Lebensmittel wert. Billig einkaufen und nach mehr Tierwohl rufen, passt das zusammen?” 

Die komplexen Fragen sind gestellt und der Nachmittag ist ein guter Schritt aufeinander zu: Sich heraus zu begeben aus den Meinungsblasen und gemeinsam ins Gespräch zu kommen!

In der Schlussrunde wurde deutlich, dass das Gespräch im Blick auf Landwirtschaft fortgeführt wird, und auch weitere Themen im Blick auf den Klimaschutz angegangen werden sollen. Das nächste Treffen ist am: Dienstag, den 15.2., 18.30 Uhr Gemeindezentrum Ochtendung, Hospitalstraße 10. Es gilt die  2G + Regel. Interessierte sind herzlich willkommen:  Infos und Anmeldung  Rudolf Demerath, rudolf.demerath(at)bgv-trier.de 02607-963296

"Zukunftsängste, finanzieller Druck und soziale Ausgrenzung" - Trierer Bischof Ackermann hört Sorgen der Landwirte in der Eifel

Landwirtschaft im Spannungsfeld zwischen Überleben und Klimawandel

Münstermaifeld/Mertloch/Lasserg – Am 6. Oktober trafen sich Vertreter von Kirche und kirchlichen Verbänden zu einer „Landpartie“ und Abendveranstaltung mit Landwirtinnen und Landwirten auf dem Maifeld, organisiert vom Dekanat Maifeld-Untermosel, der KLB und der KEB.

 

„Mir ist es wichtig zu erfahren, vor welchen Herausforderungen stehen die Familien und wie können wir kirchlicherseits unterstützen“, das hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann anlässlich seines Besuchs zweier landwirtschaftlicher Betriebe in Lasserg bei Münstermaifeld und Mertloch gesagt. Dabei erfuhr er von der komplexen Problemlage, der sich Bäuerinnen und Bauern stellen müssen. „Ich habe einen hohen Respekt davor, wie die Landwirte als Betriebe und als Familien das zu schultern versuchen.“

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