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Umweltkommission im Bistum Trier lädt ein zu bewusstem Heizen

Unser hohes Gut - der Boden - die Erde

Zweiter Erkundungsspaziergang der Fachkonferenz Umwelt Maifeld-Untermosel

 

Noch ganz unter dem Eindruck der Gewitter- und Starkregenereignisse der letzten Tage trafen sich die Mitglieder der noch jungen Fachkonferenz Umwelt im Pastoralen Raum Maifeld - Untermosel zum zweiten Mal zu einem Spaziergang an der Neumühle in Gappenach.

Auch dieses Mal sollte der Paradiesweg, der am Hof von Familie Gilles vorbei geht, unsere Route sein. Die Landschaft zeigte sich in einem anderen Licht als zuletzt im Januar. Der Gedankenaustausch drehte sich auch dieses Mal um die Folgen des Klimawandels, den Einfluss jedes und jeder Einzelnen. Durch den Angriff auf die Ukraine, kam das Thema Versorgungssicherheit und Preisentwicklung hinzu. Die Ukraine ist für Weizen-, Senf-, und Ölproduktion von globaler Bedeutung. Auch die Rolle der Kirchengemeinden beim Klimaschutz wurde wieder thematisiert. „Der Klimaschutz ist eine gemeinsame Herausforderung, die auch von Seiten der Kirchengemeinden vorangetrieben werden muss. “ so Rudolf Demerath Gemeindereferent und Ansprechpartner der Fachkonferenz Umwelt des Pastoralen Raumes Maifeld-Untermosel.

 

Während der Wanderung bei strahlendem Sonnenschein bemerkten die Teilnehmer:innen wie wertvoll Schatten spendende Bäume sind. Die Sonne war auch Stichwort für Gedankenaustausch bezüglich Photovoltaikanlagen auf fruchtbaren Böden.

Darüber, dass große Dächer zur Stromproduktion, den Freiflächen-PV-Anlagen vorzuziehen sind, bestand Konsens.  

Besonders interessant war eine eher unbekannte Feldfrucht namens Miscanthus: Ein pflegeleichtes, mehrjähriges Schilfgras, das gehäckselt gerne für die Stalleinstreuung bei Pferden verwendet wird.

Auf einem Teilstück eines Roggenfeldes zeigte uns Stefan Gilles eine alte Roggenart, die viel höher wächst als moderne Roggensorten, durch eigene Abwehrkräfte weniger anfällig für „Un“kraut und trotz dünner Halme seltener von Wind und Regen umgeworfen wird. Allerdings erwartet Gilles auch etwa 4-mal weniger Ertrag als bei dem gleich daneben wachsenden Getreide. Zwischen den beiden Roggenfeldern konnte man erkennen, was alles zwischen den Ähren wächst, wenn man gänzlich auf Pflanzenschutzmittel verzichtet.

 

Nach dem stärkenden Imbiss bei Familie Gilles vereinbarten die Anwesenden, beim nächsten Treffen das “Forderungspapier der katholischen Landvolkbewegung zu Landwirtschaft und Klimaschutz” zu diskutieren. Das nächste Treffen der Fachkonferenz ist am Mittwoch, den 22.6. 18.30 Uhr, Obertorstr. 8, in Münstermaifeld (ehemaliges Dekanatsbüro)!

Info und Kontakt: Rudolf Demerath rudolf.demerath(at)bgv-trier.de, Tel.: 02607-963296

 

 

"Zukunftsängste, finanzieller Druck und soziale Ausgrenzung" - Trierer Bischof Ackermann hört Sorgen der Landwirte in der Eifel

Landwirtschaft im Spannungsfeld zwischen Überleben und Klimawandel

Münstermaifeld/Mertloch/Lasserg – Am 6. Oktober trafen sich Vertreter von Kirche und kirchlichen Verbänden zu einer „Landpartie“ und Abendveranstaltung mit Landwirtinnen und Landwirten auf dem Maifeld, organisiert vom Dekanat Maifeld-Untermosel, der KLB und der KEB.

 

„Mir ist es wichtig zu erfahren, vor welchen Herausforderungen stehen die Familien und wie können wir kirchlicherseits unterstützen“, das hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann anlässlich seines Besuchs zweier landwirtschaftlicher Betriebe in Lasserg bei Münstermaifeld und Mertloch gesagt. Dabei erfuhr er von der komplexen Problemlage, der sich Bäuerinnen und Bauern stellen müssen. „Ich habe einen hohen Respekt davor, wie die Landwirte als Betriebe und als Familien das zu schultern versuchen.“

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